„Emmis heißer Tipp“ …

erstellt am: 09.12.2017

„Emmis heißer Tipp“

Liebe Freunde der fröhlichen Abendunterhaltung!

Es gibt jeden Tag gute und schlechte Nachrichten. Die schlechte: Obwohl sich die CDU mit Angela Merkel in den nächsten Jahren um die Digitalisierung Deutschlands bemühen möchte ist die Kanzlerin beim EU-Gipfeltreffen in Tallinn bei der Rede der estnischen Staatspräsidentin Kersti Kaljulaid eingeschlafen – dabei ist gerade Estland voll digitalisiert.
Die gute Nachricht: Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften hat den verbotenen Roman „Josefine Mutzenbacher, die Geschichte einer Wiener Dirne von ihr selbst erzählt“ freigegeben, der immerhin 1906 erschienen ist, wahrscheinlich verfaßt vom Wiener Literaten Felix Selten. Dem verdanken wir auch andere schöne Bücher, z.B. „Bambi, eine Lebensgeschichte aus dem Walde“ oder „Fünfzehn Hasen, Schicksale in Wald und Feld“. Die vermeintlichen Lebenserinnerungen der österreichischen Bordsteinschwalbe sind in verschiedenen schludrigen Ausgaben immer noch als „Bückware“ (also unter dem Ladentisch gehandelt) erhältlich aber der Literaturfreund sollte wahrscheinlich auf die kommentierte historisch-kritische Ausgabe warten. Die kommt bestimmt – Österreich unter Kanzler Kurz will sich ja wieder verstärkt nationalen Monumenten zuwenden. Bis zum Erscheinen können Sie sich mit den schauderhaften, gänzlich unsinnlichen aber auf eine gewisse Weise drolligen Filmen vertrösten – „Josefine Mutzenbacher – meine 365 Liebhaber“, „Josefine Mutzenbacher – Mein Leben für die Liebe“ und „Die Liebesschule der Josefine Mutzenbacher“. Angela Merkel würde dabei sicherlich auch einschlafen.

Sinnliche Adventstage ohne Müdigkeitsattacken wünscht Ihre Emmi!

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